Wir freuen uns, dass wir schon so bald nach unserer Gründung erste Wünsche der Stadtbücherei erfüllen konnten. So haben im März drei Vorleserinnen bei einer von uns finanzierten Fortbildung in der Bayerischen Staatsbibliothek ihre pädagogischen Fähigkeiten für ihre wichtigen ehrenamtlichen Einsätze ausgebaut.

Wie kommt der Wolf in die Stimme?
Lebendig und nachhaltig vorlesen
Das Medium Buch hat es heutzutage schwer – dabei bietet es ganz andere Qualitäten als digitale Spiele, Filme und Smartphones.
In der Beschäftigung mit den Geschichten in Büchern wird in besonderem Maß die Fantasie gefördert, das Sprachvermögen geschult und vor allem – das Mitfühlen, die Empathie, trainiert!
Und ein exzellentes Mittel, an Bücher heranzuführen ist das Vorlesen – mit Lust und Verstand!
Rainer Rudloff ist Schauspieler, Sprechkünstler und Atem-, Sprech- und Stimmlehrer. 2004 hat er in Lübeck das Institut für lebendige Sprache VIVID VOICES gegründet.
Als hauptberuflicher Vorleser ist er seit über 25 Jahren deutschlandweit für seine begeisternden Lesungen bekannt.
In dem Seminar „Wie kommt der Wolf in die Stimme“ wird er mit den Teilnehmer*innen erarbeiten, wie Sprechen eigentlich funktioniert (Physiologie und Anatomie), welche Möglichkeiten es gibt, das eigene Sprechen abwechslungsreich und lebendig zu gestalten und wie man eine Lesung dramaturgisch optimal aufbaut. Zudem werden die Teilnehmenden eine ganze Reihe praktischer Übungen zur Stärkung von Atmung, Artikulation und Stimme durchführen.
Abschließend bekommen dann Einige die Gelegenheit, einzeln vorzulesen und ein Coaching dazu zu erhalten.
Neben professionellem Handwerkszeug und fundierten Kenntnissen vermittelt dieses Seminar auch Lust auf das Vorlesen – und das mit viel Spaß!
Und so haben es die Teilnehmerinnen empfunden:
„Ich bin ganz begeistert, denn die Veranstaltung war kurzweilig, informativ und gut umsetzbar – also sehr motivierend! Vielen Dank, dass ich als Ehrenamtliche daran teilnehmen durfte! Gerne berichten wir im Förderkreis darüber!“ Dorothea B.
„zunächst möchte ich mich noch einmal ganz herzlich bedanken, dass ich an dieser sehr kurzweiligen, aber auch lehrreichen Fortbildung teilnehmen durfte. Die neuen Impulse wie auch einige Ideen zum Vorlesen werde ich so nach und nach umsetzen. Im Besonderen übe ich jetzt meine Atemtechnik 😉 beim Vorlesen.“ Gisela S.
Und noch eine Spende:
„Proletarische Provinz. Radikalisierung und Widerstand in Penzberg/Oberbayern 1940 – 1945“

Es steht wieder eine Kostbarkeit in den Regalen der Stadtbücherei zur Ausleihe (nein, es ist nicht Ilka Heissig): In seiner Habilitationsschrift „Proletarische Provinz. Radikalisierung und Widerstand in Penzberg/Oberbayern 1940 – 1945“ hat sich der ehemalige Penzberger Stadtrat und Historiker Klaus Tenfelde auf hohem wissenschaftlichen Niveau mit dem Ort, seiner Industrialisierung und deren Auswirkungen auf die Menschen, die Gesellschaft und die Umgebung beschäftigt. Ein Muss für jeden, der sich eingehender mit Penzbergs Geschichte beschäftigen will. Es war uns eine Freude und wichtiges Anliegen, dieses seit langem vergriffene Buch wieder beschaffen zu können.